Willkommen auf der Internetseite der Jungen Union Augsburg-Land

Ein herzliches Grüß Gott hier bei uns, der Jungen Union Augsburg-Land, der größten jugendpolitischen Vereinigung im Landkreis. Mit über 550 Mitgliedern – davon zahlreiche JUler in den kommunalen Gremien – sind wir eine echte politische Kraft und können uns für die Belange der jungen Generation einsetzen.

Unser Ziel ist zukunftsorientierte Politik für den ganzen Landkreis anzuregen und zu gestalten.
Mit einem direkten Draht zum Bürger, durch unser dichtes Netz von Ortsverbänden, bieten wir der jungen Generation Ansprechpartner und ihrer Politik Gesichter.

Hier auf unserer Internetseite kannst Du uns kennenlernen, wirst über unsere Aktionen und Positionen informiert und kannst natürlich Kontakt zu uns aufnehmen.

Wir freuen uns, Dich kennenzulernen.

Ludwig Lenzgeiger
JU Kreisvorsitzender


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JU-Kreisvorsitzender Ludwig Lenzgeiger

Termine

Aktuell

Die Politik im Gespräch mit dem Handwerk (v.l.: Seniorchef Georg Reitmayer, Kreisrat und Bürgermeister von Bonstetten Anton Gleich, 4. v.l. Carolina Trautner, MdL, 7. v.l. JU-Kreisvorsitzender Ludwig Lenzgeiger, 2. v.r. Juniorchef Christoph Reitmayer)
13/02/2017

Handwerk und Politik: „Zusammen an einem Strang ziehen“

Adelsried. Am Montag, dem 13. Februar, startete die neue Veranstaltungsreihe der Jungen Union Augsburg-Land mit dem Titel „Ausbildung schafft Zukunft. Trautner im Betrieb“. Hierbei besucht die JU gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Carolina Trautner (CSU) Betriebe aus Handwerk und Mittelstand, um unterschiedliche Problemfelder zu diskutieren. Beim ersten Termin bei der Firma Reitmayer GmbH in Adelsried stand das Thema „Handwerk ohne Nachwuchs?“ auf der Agenda.„Es ist aus unserer Sicht ungemein wichtig, dass die Politik erfährt und weiß, wo beim Handwerk der Schuh drückt und dass wir in direktem Kontakt mit dem Mittelstand stehen. Nur so können wir Politik mit Bezug zur Wirklichkeit machen und für die Menschen etwas erreichen.“, fasste JU Kreisvorsitzender Ludwig Lenzgeiger das Ziel der neuen JU-Veranstaltungsreihe zusammen.Er freue sich auch besonders, dass man für den ersten Termin einen echten Bilderbuchbetrieb gewinnen konnte. Die Firma Reitmayer GmbH ist ein Familienunternehmen in mittlerweile zweiter Generation mit acht Beschäftigten, vom Auszubildenden bis hin zum Seniorchef und im Ort tief verwurzelt.Christoph Reitmayer, Firmenchef, freute sich besonders, dass gerade die junge Politik das Handwerk nicht aus den Augen lasse und dass mit Carolina Trautner nicht nur die Direktabgeordnete im Landtag, sondern auch eine Bildungspolitikerin gekommen sei. Denn ein Problem liege dem Handwerk besonders am Herzen. „Unsere Auftragsbücher sind gut gefüllt und wir können mit immer besserer Technik und ausgezeichnetem Personal hervorragende Arbeit leisten, aber auf der Suche nach Auszubildenden, also den Handwerkern von Morgen, tun wir uns schwer“, so Reitmayer.Hieraus entwickelte sich ein eingehendes Gespräch zwischen allen Anwesenden, in dem danach gefragt wurde, weshalb eine handwerkliche Ausbildung heute nicht attraktiv zu sein scheint. Aus Sicht der Bildungspolitikerin diagnostizierte Trautner, dass häufig ein unpassendes Bild vom Handwerker in den Köpfen der Menschen vorhanden sei: „Im Gespräch wird oft deutlich, dass viele Menschen das Handwerk unterschätzen. Man verbindet hiermit einfache Arbeiten, die wenig herausfordernd sind und dazu noch schlechte Perspektiven und wenig soziale Anerkennung bieten. Das ist ganz grundsätzlich falsch.“Zustimmung bekam die Abgeordnete hierzu vom Juniorchef, denn das Vorurteil des „dummen Handwerkers“ habe noch nie gestimmt und nur, wer sich in den Berufen nicht auskenne, könne so etwas behaupten, so Christoph Reitmayer. Etwa im Sanitärbereich wäre heute der Beruf des Anlagemechanikers hoch komplex, man habe mit der Digitalisierung ebenso zu arbeiten wie die technischen Anlage immer anspruchsvoller würden, von den Herausforderungen durch die Nutzung erneuerbarer Energie und von Energieeffizienz ganz zu schweigen. Die Möglichkeiten zur ständigen Weiterbildung wären hierbei ebenso gegeben und böten beste Berufsaussichten, so der Firmenchef.Der Politik komme also hierbei eine zweifache Aufgabe zu, so Trautner abschließend. „Wir müssen zum einen klar und deutlich immer betonen, dass das Handwerk eine ausgezeichnete Zukunftsperspektive für Schüler, aber auch für Studienabbrecher, darstellt. Dass es eine tragende Stütze unserer Gesellschaft, sowohl wirtschaftlich wie auch sozial, ist und deshalb ein ehrbarer Beruf im wahrsten Sinne des Wortes.“ Ein zweiter Schritt hänge hiermit zusammen, denn „wir müssen in den Schulen dafür Raum bieten, dass sich das Handwerk als attraktiver Arbeitgeber präsentieren kann und hierbei ist vor allem auch das Handwerk selbst gefragt. Dieses solle nicht davor zurückschrecken sich selbstbewusst anzubieten und so junge Menschen für die Vielfalt an Berufen zu begeistern. Die Politik und das Handwerk, wir müssen zusammen an einem Strang ziehen.“Bei der anschließenden Betriebsführung bot sich den JUlern außerdem die Möglichkeit einen Blick in das Herz eines Handwerkbetriebes zu werfen, der verdeutlichte, wie facettenreich ein Sanitärunternehmen heutzutage sein kann und wie vielschichtig zugleich die Herausforderungen sind, vor denen das Handwerk heute steht.

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(C) Dt. Bundestag, Achim Melde
20/01/2017

Nachgefragt - bei Dr. Volker Ullrich, MdB

NACHGEFRAGT – bei Dr. Volker Ullrich.Die JU Augsburg-Land im Gesprächzum Thema„Die Wahlen in den USA und der President-elect“Im Zuge der Reihe der Jungen Union Augsburg-Land "Nachgefragt – die JU im Gespräch" sprach der Pressebeauftragter der JU Jonas Deuringer mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Volker Ullrich über die vergangenen Wahlen in den USA, den President-elect Donald Trump und den Zusammenhang mit den Bundestagswahlen im September.Deuringer: Lieber Herr Dr. Ullrich, auf Ihrer Facebook-Seite war zu sehen, dass Sie vor der Wahl in Washington waren. Sie haben daher die Atmosphäre vor den Präsidentschaftswahlen hautnah miterlebt; deshalb meine Frage: Wie war vor der Wahl die Stimmung, haben Sie es für möglich gehalten, dass Trump Präsident wird?Dr. Ullrich, MdB: Ich war im November 2015 in Washington. Zu diesem Zeitpunkt gingen alle Beobachter davon aus, dass Donald Trump keine Chance haben werde, überhaupt Kandidat der Republikaner zu werden. Gar an einen Wahlsieg dachte niemand. Aufgefallen ist mir jedoch, wie gespalten das Land war. Die Wahl selbst habe ich dann bis tief in die Nacht in meinem Berliner Büro verfolgt.Deuringer: Das Ergebnis dieser Wahl war ein Schock für deutsche Spitzenpolitiker. Glauben Sie, dass sich das Entsetzen über die Rhetorik und die Inhalte des Wahlkampfs von Trump, in seinen konkreten politischen Handlungen fortsetzen wird? Oder sind sie eher der Meinung, dass Trump moderat sein wird?Dr. Ullrich, MdB: Ein Schock war es nicht, eher eine große politische Überraschung. In gewisser Weise war das Ergebnis der Präsidentschaftswahl in Amerika auch irritierend nach vielen Aussagen, die wir im amerikanischen Wahlkampf von Donald Trump gehört haben. Nach einer Umfrage im Auftrag des Magazins „Stern“ halten 84 Prozent der Befragten in Deutschland den Geschäftsmann Donald Trump für charakterlich nicht geeignet für das Amt des amerikanischen Präsidenten. Doch es hilft nichts: Wir müssen uns diesem Ergebnis stellen und mit Donald Trump sprechen. Die transatlantischen Beziehungen zwischen den USA und Deutschland müssen gut bleiben. Vom Nato-Bündnis bis hin zu wirtschaftlichen Beziehungen sind wir auf eine enge Zusammenarbeit angewiesen. Wie Donald Trump sein Amt führen wird, dazu kann ich im Moment keine Prognose abgeben.Deuringer: Donald Trump und ein internationales Freihandelskommen scheint ein unaufhebbarer Widerspruch zu sein. In Anbetracht seines Wahlkampfslogans "Make America great again!" und "America first" scheint es unmöglich auf das Zustandekommen neuer Freihandelsabkommen mit den vereinigten Staaten zu hoffen. Nun steht aus europäischer Sicht ein großes Freihandelsabkommen im Raum: TTIP. Sind Sie der Meinung, dass es mit Trump als US Präsident, unmöglich wird, TTIP doch noch zum Erfolg zu führen? Was bedeutet das für unsere deutsche Wirtschaft?Dr. Ullrich, MdB: An den Abschluss glaube ich nicht mehr. Das Handelsabkommen scheint nach vielem, was wir von ihm im Wahlkampf und nach der Wahl gehört haben, inzwischen ausgeschlossen geworden zu sein. Donald Trump hat den Ausstieg der USA aus dem Transpazifischen Freihandelsabkommen auch jetzt wieder angekündigt. Für die exportstarke Wirtschaft in Deutschland wäre das ein herber Schlag. Ohne die USA macht es wenig Sinn. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird ihr Verhandlungsgeschick einsetzen und klären, welche transatlantischen Abkommen künftig möglich sind. Deuringer: Herr Dr. Ullrich, Sie haben auf Ihrer Facebook-Seite geschrieben: "Diese demokratische Wahl ist zu respektieren und zu akzeptieren.“ Müssen wir als überzeugte Demokraten nicht auch Trump erst eine Chance geben, vor allem, weil ungebrochen viel spekuliert wird, was er tatsächlich politisch umsetzen wird?Dr. Ullrich, MdB: Es bleibt uns nichts anderes übrig: Wir müssen darauf vertrauen, dass er ein guter Präsident werden möchte. Amerika wird für Donald Trump an erster Stelle stehen, davon ist auszugehen. Auf ein gutes Verhältnis zu Deutschland kann er trotzdem setzen. Für uns bedeutet das aber, Europa wird als Wertegemeinschaft noch näher zusammenrücken müssen. Je handlungsfähiger Europa ist, desto überzeugter wird der neue US-Präsident vom Wert der NATO beispielsweise sein. Dann kann eine Vertrauensbasis gefunden werden. Skeptisch bin ich bei Trumps Geschäfts-Imperium: Hier wird man sehen müssen, inwiefern sich Interessenskonflikte vermeiden lassen.Deuringer: In fast ganz Europa ist der Populismus, sowohl von rechten politischen Kräften als auch von linken, ein grassierendes Problem. Trump hat einen populistischen Wahlkampf mit oft sehr plakativen Aussagen geführt und letztlich gewonnen. Welche Lehren können wir aus der amerikanischen Präsidentschaftswahl für den Umgang mit Populisten in Deutschland ziehen?Dr. Ullrich, MdB: Wir müssen uns fragen, wie es zu diesem Ergebnis kommen konnte, und was wir daraus lernen können. Populisten mit ihren simplen Antworten und größtenteils menschenverachtenden Gesinnungen müssen wir die Stirn bieten. Es muss jedem klar sein, dass Diskriminierung bestimmter gesellschaftlicher Gruppen das Klima in einer Gesellschaft vergiftet. Die Auseinandersetzung mit Populisten muss sachlich und entschieden geführt werden. Es ist beschämend, dass in unserem freien, demokratischen Deutschland ein AFD-Politiker die Sprache der Nazis spricht und eine rechtsextreme Gesinnung zum Vorschein kommt. Wir dürfen es niemals akzeptieren, dass mit der Macht der Sprache die Würde von Menschen verletzt wird. Niemand darf sich wegducken, sondern muss aufstehen gegen Hetze und Gewalt. Es ist unsere Verantwortung, gegen eine Spaltung der Gesellschaft vorzugehen.Deuringer: Lieber Herr Dr. Ullrich, vielen Dank, dass Sie sich für uns Zeit genommen haben und die Fragen unserer JU beantwortet haben.

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(C) LEW, Hochgemuth
19/01/2017

Nachgefragt - bei Hansjörg Durz, MdB: Die Wahlen in den USA und der President-elect

Nachgefragt:Hansjörg Durz, MdB, im Gespräch mit Jonas Deuringer, Pressebeauftragter der JU Augsburg-Land,zum ThemaDie Wahlen in den USA und der President-electDeuringer: Das Ergebnis dieser Wahl war ein Schock für deutsche Spitzenpolitiker. Glauben Sie, dass sich das Entsetzen über die Rhetorik und die Inhalte des Wahlkampfs von Trump, in seinen konkreten politischen Handlungen fortsetzen wird? Oder sind sie eher der Meinung, dass Trump im Grunde moderat sein wird?Durz, MdB: Der Wahlausgang kam für uns alle überraschend – mich eingeschlossen. Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass wir das Wahlergebnis akzeptieren müssen – bei aller Irritation über die vorangegangene Wahlauseinandersetzung. Donald Trump hat in seiner Dankesrede erklärt, dass er die Spaltung des Landes durch die Zusammenführung aller Amerikaner überwinden möchte. An diesen Worten wird er sich messen lassen müssen. Prognosen über sein künftiges Handeln sind dennoch schwierig. Deutschland und die Vereinigten Staaten verbinden grundlegende Werte wie Freiheit, Demokratie, Rechtstaatlichkeit und die Würde des Menschen. Auf dieser Basis wird Deutschland, das hat Kanzlerin Merkel unmissverständlich klargemacht, auch mit einer Trump-Administration versuchen, möglichst gut zusammenzuarbeiten.Deuringer: Trump und ein internationales Freihandelsabkommen scheint ein unaufhebbarer Widerspruch zu sein. In Anbetracht seines Wahlkampfslogans "Make America great again!" und "America first" scheint es unmöglich auf das Entstehen von neuen Freihandelsabkommen mit den vereinigten Staaten zu hoffen. Nun steht aus europäischer Sicht ein großes Freihandelsabkommen immernoch im Raum: TTIP. Sind Sie der Meinung, dass es mit Trump als US Präsident, unmöglich geworden ist, TTIP doch noch zum Erfolg zu führen?Durz, MdB: Schon vor der US-Wahl war klar, dass es mindestens bis zur Sommerpause 2017 keine neue Verhandlungsrunde zu TTIP geben werde, weil sich die neue US-Administration nach der Amtseinführung des neuen Präsidenten am 20. Januar 2017 zunächst konstituieren muss. Das hätte für eine US-Präsidentin Clinton in gleicher Weise gegolten. EU-Kommissarin Malmström hat für den derzeitigen Verhandlungsstand den sehr passenden Ausdruck des Gefrierschranks gewählt. Derzeit ist schlicht nicht absehbar, ob das Abkommen nochmal aufgetaut wird. Spätestens nach Trumps Amtsantritt müssen wir jedoch prüfen, ob und wie wir mit TTIP weitermachen können. Ich persönlich würde ein Zustandekommen weiterhin sehr begrüßen, gerade mit Blick auf die exportorientierte deutsche Wirtschaft! Gleichwohl wird es bei den von uns formulierten roten Linien bleiben: Die hohen deutschen und europäischen Standards – im Arbeitsleben, beim Daten-, Umwelt- und Verbraucherschutz, bei Daseinsvorsorge und Gentechnik – sind auch zukünftig nicht verhandelbar.Deuringer: Herr Durz, müssen wir Trump erst einmal eine Chance geben zu handeln, vor allem, weil momentan viel spekuliert wird, was er tatsächlich politisch umsetzen wird?Durz, MdB: Auf jeden Fall sollten wir unvoreingenommen an die Sache herangehen. Das heißt aber nicht, dass wir auf klare Haltungen und Werte verzichten und bisherige Grundsätzen unserer Politik über Bord werfen.Deuringer: Eines interessiert uns im Hinblick auf die in diesem Jahr bevorstehende Bundestagswahl besonders. Sie haben auf ein "verstörendes Element des Wahlkampfs" aufmerksam gemacht: Der Einsatz von „Social Bots“, sprich Propaganda-Roboter, die unbeschränkt Positionen und Meinungen an einen nach bestimmten Kriterien ausgewählten Kreis von Wählern kommunizieren. Wie schätzen Sie den Einfluss dieser neuen Form von „Wahlkampf" ein? Sind Sie der Meinung, dass wir im kommenden Bundestagswahlkampf auch mit derlei neuen Phänomenen konfrontiert werden?Durz, MdB: Ich setze mich mit Nachdruck dafür ein, dass das nicht passiert. Ganz aktuell wird sehr intensiv über solche Phänomene und deren Einfluss auf die Meinungsbildung diskutiert. Insbesondere den sozialen Medien und Plattformen kommt dabei eine elementare Funktion zu. Nur durch Wettbewerb und Neutralität auf diesen Plattformen können Angebots- und Meinungsvielfalt gewährleistet werden. Speziell in Bezug auf Social Bots ist es wichtig, dass für den Nutzer erkenntlich ist, dass bestimmte Kommentierungen und Antworten von einem Computer und nicht von einem menschlichen Individuum getätigt werden. Im Zweifel muss man hier auch über eine Kennzeichnungspflicht nachdenken. Facebook hat ja erste Maßnahmen bei so genannten „fake news“ angekündigt und will mit externen Spezialisten zusammenarbeiten und u.a. verdächtige Nachrichten künftig mit einem Warnhinweis versehen. Wir sehen, dass die angestoßene Diskussion Wirkung zeigt. In jedem Falle müssen wir die vorhandenen rechtlichen Mittel bei Verstößen gegen die Meinungsfreiheit, Volksverhetzung usw. anwenden und den Rechtsrahmen konsequent ausschöpfen. Sonst laufen wir Gefahr, dass die Demokratie tatsächlich in ihren Grundfesten angegriffen und ausgehöhlt wird. Wir werden uns mit Blick auf die kommende Bundestagswahl noch sehr viel intensiver mit diesen Entwicklungen auseinandersetzen müssen.Deuringer: In fast ganz Europa ist der Populismus, sowohl von rechten politischen Kräften als auch von Linken, ein grassierendes Problem. Trump hat einen populistischen Wahlkampf mit oft sehr plakativen Aussagen geführt und letztlich gewonnen. Welche Lehren können wir aus der amerikanischen Präsidentschaftswahl für den Umgang mit Populisten in Deutschland ziehen?Durz, MdB: Transparenz, Wettbewerb und Neutralität sind, wie bereits erwähnt, die Grundvoraussetzung zur Angebots- und Meinungsvielfalt. Wir leben in schwierigen Zeiten mit hochkomplexen Konflikten und Sachverhalten, für deren Lösung es keine einfachen Antworten gibt. Mir scheint es wichtig, dass die Politik den Menschen besser erklärt, was sie tut und warum sie es tut. Gleichsam muss Sie auch Lösungen suchen und anbieten.Viele Menschen fühlen sich von der Politik und ihren Vertretern abgehängt und nicht verstanden. Populisten geben vermeintlich einfache Antworten und Lösungsvorschläge. Ich glaube, dass wir dem Populismus mit Transparenz begegnen müssen. Es ist einerseits Aufgabe der Politik, ihr Handeln deutlicher zu erklären und die Ängste in der Bevölkerung wahrzunehmen. Gleichsam ist es aber auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Dinge intensiv zu hinterfragen und sich vor allem auch mit unterschiedlichen Meinungen auseinanderzusetzen.Deuringer: Lieber Herr Durz, vielen Dank, dass Sie sich für uns Zeit genommen haben und uns Rede und Antwort standen.

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