JU Schwaben fordert schonungslose Analyse der Bundestagswahlergebnisse
Personaldiskussionen innerhalb der CSU wären zum jetzigen Zeitpunkt falsch
Schwaben – Mit einem lachendem und einem weinenden Auge hat die Junge Union (JU) in Schwaben den Ausgang der Bundestagswahlen verfolgt. Die Freude über eine künftige bürgerliche Koalition in Berlin wird dabei deutlich von den herben Stimmverlusten der Union überschattet. „Jetzt die Messer zu wetzen und eine Personaldiskussion vom Zaun zu brechen“ wäre ein fataler Fehler“, so Alexander Kolb, Bezirksvorsitzender der JU Schwaben aus Untermeitingen (Landkreis Augsburg). Wir als junge Generation der CSU fordern zuerst einmal eine schonungslose Analyse der Wahl. „Vor inhaltlichen und strategischen Fehlern ist keiner gefeit – aber man muss sie erkennen, zugeben und abstellen“, so Alexander Kolb. In die Analyse miteinbezogen werden sollte unbedingt die Parteibasis. Diese ist nah am Bürger und hat ein feines Gespür dafür, was bei den Oberen falsch gelaufen sein könnte. Die nächsten vier wahlfreien Jahre muss die Partei dazu nutzen, sich zu modernisieren und die verlorene Glaubwürdigkeit wieder zurückzugewinnen. „Wir als Union müssen dabei inhaltlich mehr bieten und das Hin und Her in wichtigen Fragen abstellen“, so Alexander Kolb. Im Wahlkampf vor Ort wurden die Mitglieder der JU immer wieder auf die Themen Landwirtschaft, Bildung, soziale Gerechtigkeit und Familie angesprochen. „Diese Themen bewegen die Menschen. Hier müssen wir klare Kante zeigen und noch deutlicher unsere Kernbotschaften vermitteln“, fordert Alexander Kolb.
Im Wahlkampf war die JU mit ihren zwei Listenkandidaten Margit Munk (Landkreis Günzburg) sowie Ralf Kindelmann (Landkreis Dillingen) in unzähligen Veranstaltungen schwabenweit vor Ort. Den Einzug ins Parlament geschafft hat Stephan Stracke, JU-Mitglied im Kreisverband Ostallgäu, der sein Direktmandat erstmalig gewinnen konnte. „Es freut uns sehr, dass endlich wieder ein schwäbischer JU-Vertreter in Berlin Politik mitgestalten kann“, so Alexander Kolb.
Der schwäbische Politiknachwuchs fordert zudem, dass mit Dr. Gerd Müller auch weiterhin mindestens ein Vertreter aus Schwaben in Berlin ein Regierungsamt bekleiden darf. „Dr. Gerd Müller hat als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eine sehr gute Arbeit geleistet. Gerade für die Landwirtschaft in Schwaben wäre es ein wichtiges Signal, wenn er seine Arbeit fortführen könne“, so Alexander Kolb.


