JU Schwaben: NPD bekämpfen, nicht verbieten

In der aktuellen Diskussion um ein Verbot der NPD angesichts der Anschlagserie der Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund spricht sich der Bezirksverband der Jungen Union Schwaben gegen ein Verbot der NPD aus.

 

„Mit einem Verbot der NPD wird das rechtsextreme Gedankengut nicht ausgelöscht“, so der Bezirksvorsitzende der Jungen Union Schwaben Dr. Hans Reichhart. Vielmehr würden lediglich wiederum Wanderbewegungen in Richtung anderer rechtsextremer Parteien in Bewegung gesetzt. Den Verbotswettlauf selbst könne die Politik nur verlieren. Ob nun die NPD, die DVU oder die Republikaner, Sammelbecken rechtsextremistisch Verblendeter werde es immer geben. Vielmehr ist die Junge Union überzeugt, dass die politische Aufklärungsarbeit, aber auch die inhaltliche Auseinandersetzung verstärkt werden müsse. Bereits in den Schulen müsse deutliche gemacht werden, dass extremistisches Gedankengut in der deutschen Gesellschaft nichts verloren hat. Zudem sei die ganze Gesellschaft aufgerufen, immer dann Zivilcourage zu zeigen, wenn Beleidigungen oder extremistische Bemerkungen geäußert werden. Der reine Reflex, nach einem Verbot der NPD zu rufen, bringe die Gesellschaft nicht weiter, so die Junge Union Schwaben.