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Aktuell

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01/09/2017

70 Jahre JU Schwaben - Im Gespräch mit Dr. Hans Reichhart, MdL und Landesvorsitzender der JU Bayern

Jettingen-Scheppach. Im Jahr 2017 kann die Junge Union Schwaben ihren 70. Geburtstag begehen. Anlässlich dieses Jubiläums blickt die JU auf ihre bewegte Geschichte zurück. Hierzu führt sie Interviews mit ihren ehemaligen Bezirksvorsitzenden. Diesmal wurde Dr. Hans Reichhart, Landtagsabgeordneter und Landesvorsitzender der Jungen Union Bayern, zum Gespräch gebeten. Dr. Reichhart war von 2011 bis 2014 Bezirksvorsitzender.Lieber Hans, wann und wie kamst Du damals zur Jungen Union?Mit 14. Auf der ersten JU Versammlung waren wir dann irgendwie zu dritt und ich bin als Schatzmeister nach Hause gegangen. Unseren Ortsverband haben wir dann aber Stück für Stück wieder aufgebaut und sind inzwischen der größte im Landkreis Günzburg.Wieso hast du dich bei der JU engagiert?Weil ich aus einer eingefleischten CSU Familie komme und mit der Politik aufgewachsen bin. Außerdem, wo sonst wird zukunftsgerichtete Politik für junge Leute gemacht, die dabei auch noch Spaß haben? Da gab es dann für mich nie eine Diskussion. Es hat einfach gepasst.Was hat die JU Schwaben zu deiner Zeit als Vorsitzender bewegt?Wir mussten den Bezirksverband nach dem Austritt meines Vorgängers erst einmal wieder in geordnete Bahnen bringen. Dann haben wir uns thematisch vielen Punkten, zum Beispiel der Kinderbetreuung oder Gewalt gegen Polizeibeamten, angenommen und diese Themen sowohl mit Veranstaltungen aber auch einigen Positionspapieren im CSU Bezirksverband angestoßen.Jetzt bist du Landesvorsitzender der JU Bayern. Was bewegt die JU aktuell?Wie machen wir Bayern fit für die Zukunft? Diese Frage stellt sich glaube ich heute in Zeiten der Digitalisierung noch stärker als jemals zuvor. Und da wir inzwischen leider die einzige politische Stimme für junge Leute in Bayern sind, müssen wir die Interessen unserer Generation offensiv vertreten.Wie können wir junge Menschen für Politik begeistern?Jeder jugendliche kann sehen, dass er bei uns wirklich etwas bewegen kann. Er kann Dinge im Kleinen und oft auch im Großen verändern. Das ganze wird bei uns gemixt mit Spaß und der Freude am Feiern.Wie muss Politik sein, wenn sie sich für die Jugend einsetzen möchte?Laut, schrill und frech – das ist überhaupt keine Frage. Entscheidend ist aber vor allem, dass wir dabei immer verlässlich sind.Wieso sollten junge Menschen heute zur JU?Wer die Gestaltung seiner Zukunft anderen überlässt, braucht sich später nicht zu beklagen. Und das klappt nur mit der JU.Was bedeutet die JU im Blick auf dein politisches und persönliches Leben?Ich habe in der JU unglaublich viele persönliche Freundschaften geschlossen. Das hat mein Leben bereichert. Die JU ist die beste Schule für das Leben, die es sonst so nirgendwo gibt.Was möchtest du der JU mit auf den Weg geben?Ihr seid die Besten. Macht weiter so!Lieber Hans, vielen Dank.(Ludwig Lenzgeiger)

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31/08/2017

70 Jahre JU Schwaben - Im Gespräch mit Landrat Thorsten Freudenberger

Vöhringen. Im Jahr 2017 kann die Junge Union Schwaben ihren 70. Geburtstag begehen. Anlässlich dieses Jubiläums blickt die JU auf ihre bewegte Geschichte zurück. Hierzu führt sie Interviews mit ihren ehemaligen Bezirksvorsitzenden. Diesmal wurde Thorsten Freudenberger, Landrat des Landkreises Neu-Ulm, zum Gespräch gebeten. Thorsten Freudenberger war von 2005 bis 2009 Bezirksvorsitzender.Lieber Herr Landrat Freudenberger, wann und wie kamen Sie damals zur Jungen Union?Im Gymnasium war ich Klassensprecher und später auch Schülersprecher. Irgendwann damals kam dann das politische Interesse. Ich habe einen JUler angesprochen, der mich zu einer Ortsvorstandssitzung in Vöhringen mitgenommen hat. Im Oktober 1991 wurde ich Ortsvorsitzender.Wieso haben Sie sich bei der JU engagiert?Es gab ja noch kein Internet, so habe ich mir tatsächlich sehr altmodisch von allen politischen Jugendorganisationen Infos per Post schicken lassen. Die JU hat mich gleich angesprochen und stand meinen Grundüberzeugungen am nächsten. Außerdem hatte sie – wie heute auch – den coolsten Auftritt.Was war damals gesellschaftlich und politisch anders als heute?Einiges! Rückblickend ist im nichtdigitalen Zeitalter vieles beschwerlicher und langsamer abgelaufen – alleine wenn man an die Kommunikation denkt. Der Schriftverkehr und der direkte Austausch gehen jetzt natürlich viel leichter. Andererseits erleben wir heute eine Beschleunigung aller Lebensbereiche, die ich sehr kritisch hinterfrage. Wir müssen aufpassen, dass wir neben all den hektischen und nervösen Kurznachrichten und Kurzstatements noch genügend Zeit zum Nachdenken und zur politischen Diskussion finden.Um in die 90er-Jahre zurückzukehren: Selbstverständlich war damals nicht alles besser! Die lang ersehnte Deutsche Einheit wurde nach der Euphorie der Anfangszeit zu einer Jahrhundertaufgabe. Für die Anfänge des digitalen Zeitalters setzte die JU wichtige Impulse. Klar wurde auch, dass wir in einem globalen Wettbewerb stehen, der uns fordert, und dass Generationengerechtigkeit sowie Umweltthemen immer wichtiger werden.Was hat die JU Schwaben und die JU Bayern zu Ihrer Zeit als Vorsitzender bewegt?Wir sind – wie sich das für die JU gehört – für eine Verjüngung der CSU eingetreten. Während wir im Bereich von Bundestag und Landtag damals keinen Erfolg hatten, haben wir bei den Kommunalwahlen 2008 überdurchschnittlich viele Mandate geholt, darunter auch mehrere Bürgermeisterposten. Thematisch ging es beispielsweise um die faire und generationengerechte Gestaltung der Sozialsysteme oder um Bildungsthemen. Anträge haben wir auch gestellt, zum Beispiel für ausgeglichene Haushalte auf allen politischen Ebenen oder für eine Begrenzung der Amtszeit des Ministerpräsidenten auf 15 Jahre. Ein 2008 verabschiedetes Schwabenprogramm der CSU trug erkennbar die Handschrift der Jungen Union. Es machte Schluss mit der schwäbischen „Jammerei“ und beinhaltete konkrete Forderungen und Perspektiven für die schwäbische Zukunft. Viele von denen sind heute Realität!Was hat die JU Bayern in Ihrer Zeit als Schwaben-Chef bewegt?Wie in Schwaben auch Bildung, Haushaltsdisziplin und Generationengerechtigkeit. Ich erinnere mich an die spannende und intensive Mitarbeit in der Grundsatzkommission. Die CSU war zeitweise keine moderne und innovative Volkspartei mehr und wollte sich auf ihren Erfolgen ausruhen, was im Jahr 2008 besonders schmerzlich deutlich wurde. Nach der Wahlniederlage damals bei der Landtagswahl war es die JU, die auf eine personelle und inhaltliche Neuorientierung der CSU gedrängt hat. Die CSU war zu träge und erfolgsverwöhnt geworden und hatte auch verlernt, die Menschen mit ihren Themen und Anliegen ernst zu nehmen. Die JU hat dafür gesorgt, dass die CSU heute wieder „näher am Menschen“ ist!An Sie als erfahrenen JUlern, eine Frage, die die JU in Zeiten vermeintlicher Politikverdrossenheit besonders bewegt. Wie konnten Sie damals junge Menschen für Politik begeistern?Es sind die persönlichen Kontakte, die zählen. Wir waren eine tolle Gemeinschaft. Moderne Veranstaltungen zu Themen, die junge Menschen bewegen, kamen hinzu. Dies kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass leider auch die JU damit zu kämpfen hatte und zu kämpfen hat, dass sich weniger junge Leute für Politik begeistern lassen. Umso mehr müssen wir uns anstrengen!Was ist Ihre Meinung, wie muss Politik sein, wenn sie sich für die Jugend einsetzen möchte?Ich denke nicht, dass gute Politik für junge Menschen sich unbedingt nur auf „junge“ Themen fokussieren muss. Das auch, viel wichtiger ist, dass gute Inhalte und Ideen von überzeugenden, authentischen Persönlichkeiten vermittelt werden. Die Vermittlung sollte dabei ebenso traditionell wie modern sein: Bierzeltveranstaltungen und Facebook-Partys schließen sich nicht aus!Was waren Ihre prägendsten Erlebnisse bei der JU?Die Kontakte und Freundschaften, die in vielen Fällen bis heute bestehen. Die sind persönlich bereichernd und für meine Arbeit als Landrat sehr hilfreich! Unvergessen sind natürlich auch die Landesversammlungen – Arbeit und Spaß in sehr ausgewogener Mischung.Was können wir heute von damals lernen?Nichts. Es ist die Aufgabe jeder Generation, ihre eigenen Wege zu suchen und zu gehen!Wieso sollten junge Menschen heute zur JU?Weil unsere Demokratie vom Engagement der Menschen lebt. Und weil die JU selbstverständlich auch heute die beste und attraktivste politische Jugendorganisation ist.Was bedeutet Ihnen die JU im Blick auf Ihr politisches und persönliches Leben?Informieren, Verhandeln, Motivieren, Reden, Organisieren, Moderieren – das sind Dinge, die viele Menschen in Seminaren lernen müssen. JUler können all das von frühster Jugend an praktizieren und üben. Ich bin außerdem dankbar für unzählige Begegnungen und glücklich über Freundschaften, die heute unter uns Ex-JUlern weiterleben. Daher stimmt der Spruch: Einmal JUler, immer JUler – auch wenn es altersmäßig natürlich nicht mehr passt.Was möchten Sie Ihrer JU mit auf den Weg geben?Sucht eure eigenen Wege und geht diese mutig und entschlossen!Herr Landrat, vielen lieben Dank.(Ludwig Lenzgeiger)

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30/08/2017

70 Jahre JU Schwaben - Im Gespräch mit Landrat Martin Sailer

Augsburger Land. Im Jahr 2017 kann die Junge Union Schwaben ihren 70. Geburtstag begehen. Anlässlich dieses Jubiläums blickt die JU auf ihre bewegte Geschichte zurück. Hierzu führt sie Interviews mit ihren ehemaligen Bezirksvorsitzenden. Diesmal wurde Martin Sailer, Landrat des Landkreises Augsburg, zum Gespräch gebeten. Martin Sailer war von 2001 bis 2005 Bezirksvorsitzender.Lieber Herr Landrat Sailer, wann und wie kamen Sie damals zur Jungen Union?Ich bin 1993 in die JU eingetreten, obwohl ich schon 1987 in die CSU eingetreten war. Hintergrund war, dass die JU-Diedorf keinen Ortsvorsitzenden mehr hatte und die JU wieder aktiviert werden sollte.Wieso haben Sie sich bei der JU engagiert?Mir stand die CSU und damit auch die JU als politische Organisation am nächsten. Daher war ein Engagement in der JU naheliegend.Was war damals gesellschaftlich und politisch anders als heute?Die Erwartung der Menschen an die Politik und deren Fähigkeiten zur Problemlösung ist enorm gestiegen. Dazu kommt eine unglaubliche mediale Begleitung, in der Sachverhalte und Entwicklungstendenzen kaum mehr gewürdigt werden können.Was hat die JU Schwaben zu Ihrer Zeit als Vorsitzender bewegt?Wir haben eine ganze Reihe an Anträgen an die CSU formuliert, haben junge Themen in die Bezirksparteitage gebracht und uns im Bundestagswahlkampf 2002 (mit Edmund Stoiber als Kanzlerkandidat) sowie Landtagswahlkampf 2003 herausragend engagiert. Aber auch der schrittweise Ausbau der Internetpräsenz hat uns sehr beschäftigt.Und was hat die JU Bayern zu Ihrer Zeit als schwäbischer JU-Chef bewegt?Von der JU Bayern gingen zahlreiche Initiativen aus. Beispielsweise zur künftigen Rolle des Privatfernsehens, der neuen Medien oder aber auch zu Themen wie der Gentechnik. Heute so aktuell wie damals.An Sie als erfahrenen JUlern, eine Frage, die die JU in Zeiten vermeintlicher Politikverdrossenheit besonders bewegt. Wie konnten Sie damals junge Menschen für Politik begeistern?Wir haben auf vielen Feldern versucht, junge Menschen für die JU zu begeistern. Das war nicht immer einfach, aber wir konnten die Mitgliederzahlen halten und sogar leicht ausbauen. Als JU-Schwaben haben wir dafür vor allem die Arbeit in den JU-Kreisverbänden unterstützt, also den direkten Kontakt zu den Menschen.Was ist Ihre Meinung, wie muss Politik sein, wenn sie sich für die Jugend einsetzen möchte?Sie muss nachvollziehbar und transparent sein. Und sie muss die Sprache der jungen Menschen sprechen.Was waren Ihre prägendsten Erlebnisse bei der JU?Natürlich die ersten Begegnungen mit dem damaligen Finanzminister Dr. Theo Waigel. Er hat uns von Anfang an mit seinen Visionen für unsere Heimat aber auch Europa begeistert. Aber auch der Zusammenhalt innerhalb der JU-Schwaben. Wir hatten ein menschliches Miteinander und aus dieser Zeit sind viele Freundschaften entstanden, die bis heute anhalten.Was können wir heute von damals lernen?Dass es sich lohnt, sich in und für die Politik und damit für die Menschen und unsere Region zu engagieren.Wieso sollten junge Menschen heute zur JU?Nur wer mitmacht, kann gestalten. Das gilt bis heute. Wir brauchen mehr Mitspieler und weniger Zuschauer in der Politik!Was bedeutet Ihnen die JU im Blick auf Ihr politisches und persönliches Leben?Ich habe in meiner Zeit als JUler viele Weggefährten kennengelernt, die – wie ich – den Weg in die Politik gegangen sind. Auf dieses Netzwerk und auf die Kontakte von damals bis hinein in die Landes- und Bundes- und Europapolitik kann ich noch heute zurückgreifen.Was möchten Sie Ihrer JU mit auf den Weg geben?Ich gratuliere ihr zum 70. Geburtstag und wünsche ihr für die Zukunft viele engagierte Mitglieder, die mutig zupacken, Themen aufgreifen und Sprachrohr der jungen Generation sind.Herr Landrat, vielen lieben Dank.(Ludwig Lenzgeiger)

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29/08/2017

70 Jahre JU Schwaben - Im Gespräch mit Klaus Holetschek, MdL

Memmingen. Im Jahr 2017 kann die Junge Union Schwaben ihren 70. Geburtstag begehen. Anlässlich dieses Jubiläums blickt die JU auf ihre bewegte Geschichte zurück. Hierzu führt sie Interviews mit ihren ehemaligen Bezirksvorsitzenden. Diesmal wurde Klaus Holetschek, ehemaliger Bürgermeister von Bad Wörishofen und Landtagsabgeordneter, zum Gespräch gebeten. Klaus Holetschek war von 1994 bis 2001 Bezirksvorsitzender.Lieber Herr Holetschek, wann und wie kamen Sie damals zur Jungen Union?Im Ortsverband Bad Wörishofen. Gleich bei der ersten Versammlung waren Neuwahlen, und ich wurde Schriftführer.Wieso haben Sie sich bei der JU engagiert?Das Programm der JU und auch die Personen hatten mich überzeugt.Was war damals gesellschaftlich und politisch anders als heute?Wir hatten in der Kommunikation noch nicht diese Beschleunigung. Gefühlt drehte sich die Welt noch etwas langsamer.Was hat die JU Schwaben zu Ihrer Zeit als Vorsitzender bewegt?Jungen Menschen in der Politik, also bei uns in der CSU, Gestaltungsmöglichkeiten zu geben. Auch die Umbrüche in Deutschland – die Einheit – waren gewaltige Herausforderungen.Was hat die JU Bayern zu Ihrer Zeit als Bezirksvorsitzender bewegt?In meiner Zeit als Bezirksvorsitzender wurde Markus Söder Landesvorsitzender. Er hat der JU Profil gegeben und die „Schlagkraft“ erhöht.An Sie als erfahrenen JUlern, eine Frage, die die JU in Zeiten vermeintlicher Politikverdrossenheit besonders bewegt. Wie konnten Sie damals junge Menschen für Politik begeistern?Viele lokale Aktionen in den Verbänden, die gezeigt haben, dass man etwas bewegen kann.Was ist Ihre Meinung, wie muss Politik sein, wenn sie sich für die Jugend einsetzen möchte?Glaubwürdig und authentisch!Was waren Ihre prägendsten Erlebnisse bei der JU?Die Freundschaften auf der Grundlage gemeinsamer Werte, welche heute noch bestehen.Was können wir heute von damals lernen?Jede Generation muss ihren Weg gehen und man trifft sich mindestens zwei Mal im Leben.Wieso sollten junge Menschen heute zur JU?Weil sie die Chance zur Gestaltung bietet, weil sie nicht „Mainstream“ ist, sondern auch „aufmüpfig“.Was bedeutet Ihnen die JU im Blick auf Ihr politisches und persönliches Leben?Sehr viel. Sie war die prägendste Zeit meines bisherigen Lebens.Meine Frau, mit der ich seit 28 Jahren verheiratet bin, habe ich in der JU kennengelernt.Was möchten Sie Ihrer JU mit auf den Weg geben?„Mutig vorwärts, Gläubig aufwärts, Dankbar rückwärts“, wie FJS es einmal gesagt hat.Herr Holetschek, vielen lieben Dank.(Ludwig Lenzgeiger)

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27/08/2017

70 Jahre JU Schwaben - Im Gespräch mit Markus Ferber, MdEP und Bezirksvorsitzender der CSU Schwaben

Augsburg. Im Jahr 2017 kann die Junge Union Schwaben ihren 70. Geburtstag begehen. Anlässlich dieses Jubiläums blickt die JU auf ihre bewegte Geschichte zurück. Hierzu führt sie Interviews mit ihren ehemaligen Bezirksvorsitzenden. Diesmal wurde Markus Ferber, Abgeordneter im Europäischen Parlament und Bezirksvorsitzender der schwäbischen CSU, zum Gespräch gebeten. Markus Ferber war von 1990 bis 1994 Bezirksvorsitzender.Lieber Herr Ferber, wann und wie kamen Sie damals zur Jungen Union?Während meiner Schulzeit war ich Chefredakteur der Schülerzeitung an meiner Schule. Im Jahr 1982 hatte die Schüler Union alle Schülerzeitungen angeschrieben und zu einem Gespräch eingeladen. Ich war der Einzige, der diese Einladung angenommen hat. So stellte sich ein erster Kontakt zur Schüler Union her. Dort lernte ich lauter junge Menschen kennen, die sich politisch engagierten, auch in der Jungen Union. Und ich wurde dann auch Mitglied der Jungen Union.Wieso haben Sie sich dann entschieden zur JU zu gehen und sich zu engagieren?Für mich war es immer schon spannend mich mit politischen Fragen auseinanderzusetzen. Schon in der 10. Klasse im Sozialkundeunterricht war ich der, der seine Klassenkameraden mit politischen Informationen versorgte. Meine Oberstufenzeit war eine sehr politische Zeit, in der auch in der Schule viel über Politik diskutiert wurde. Sowohl als Opposition zu meinen Lehrern, als auch ein Freundeskreis, der eher der CSU nahe stand, waren Gründe mich in der Jungen Union zu engagieren.Was war damals gesellschaftlich und politisch anders als heute?Die frühen 80er Jahre waren sehr politisiert. Auf der einen Seite war es die Zeit in der viele Friedensdemonstrationen stattgefunden haben, um gegen den Nato-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Es war die Zeit in der die Grünen den Einzug in die Parlamente schafften und es war die Zeit der Wende von Helmut Schmid zu Helmut Kohl. Diese Zeit hat mich sehr geprägt.Was hat die JU Schwaben zu Ihrer Zeit als Vorsitzender bewegt?Ich war Bezirksvorsitzender der Jungen Union Schwaben von 1990-1994. Selbstverständlich war die Wiedervereinigung Deutschlands ein ganz zentrales Thema für unsere Arbeit in der Jungen Union. Konkrete Hilfe leisteten wir Richtung der neuen Länder indem wir Büromaterialen und Büromaschinen sammelten und nach Ostdeutschland transportierten. Wir führten viele Gespräche mit Politikern in den neuen Bundesländern und versuchten so einen Beitrag für die Wiedervereinigung zu leisten. Innenpolitisch waren natürlich auch die bewegten Jahre auf europäischer Ebene zu sehen. Gerade das Thema Europa hat in dieser Zeit eine große Rolle gespielt.An Sie als erfahrenen JUlern, eine Frage, die die JU in Zeiten vermeintlicher Politikverdrossenheit besonders bewegt. Wie konnten Sie damals junge Menschen für Politik begeistern?Wir versuchten globale Themen herunter zu brechen für die Diskussion vor Ort. Mir war es immer wichtig, dass wir den politischen Diskurs in der Jungen Union führen und uns mit politischen Themen beschäftigen. Davon gab es und gibt es heute genügend. Darüber hinaus war es mir ein Anliegen mit einem umfangreichen Schulungsprogramm die Schlagkraft der Jungen Union in Schwaben deutlich zu verbessern. Junge Menschen für Politik zu begeistern gelang am besten in der Vorbereitung von Wahlkämpfen. Und gerade das Wahljahr 1994, wo in kurzer Zeit Europawahl, Landtagswahl und Bundestagswahl waren, konnte intensiv für die Gewinnung neuer Mitglieder genutzt werden.Was ist Ihre Meinung, wie muss Politik sein, wenn sie sich für die Jugend einsetzen möchte?Ich denke die Jugend will keine eigene Jugendpolitik, sondern Partizipation im politischen Entscheidungsprozess. Deswegen sollten immer bei allen Themen darüber nachgedacht werden, welche Auswirkungen ein bestimmtes Politikfeld für die junge Generation hat. Ich glaube das ist der beste Einsatz für die Jugend.Was waren Ihre prägendsten Erlebnisse bei der JU?Für mich war die Freundschaft und Kameradschaft prägend. Ich habe allerdings auch sehr starke Auseinandersetzungen erleben müssen. Dabei aber feststellen zu können, dass man Unterstützer und Unterstützung hat, hat mir immer wieder sehr geholfen. Dass zum Teil diese Freundschaften bis heute noch tragen, spricht für die Arbeit in der Jungen Union.Was können wir heute von damals lernen?Ich glaube nicht, dass aus der Vergangenheit für die politische Arbeit zu viel gelernt werden kann. Jede Zeit hat ihre Themen, jede Zeit hat ihre Methoden, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen und jede Zeit hat ihre Kommunikationswege. Hier hat sich in den letzten 20 Jahren sehr viel verändert, weswegen ein Vergleich sehr schwierig ist.Wieso sollten junge Menschen heute zur JU?Junge Menschen sollten sich grundsätzlich mit politischen Fragen auseinandersetzen. Gerade das Wahlverhalten der jungen Generation im Vereinigten Königreich, sowohl beim Referendum, als auch bei den Unterhauswahlen hat gezeigt, was es bedeutet, sich nicht zu engagieren oder sich zu engagieren. Ansonsten wären diese Wahlergebnisse nicht zu erklären. Wenn es darum geht, Zukunft zu gestalten, sollte sich die junge Generation immer mit einbringen und nicht darauf vertrauen, dass die Älteren im Interesse der Jungen entscheiden.Was bedeutet Ihnen die JU im Blick auf Ihr politisches und persönliches Leben?Selbstverständlich habe ich meine ersten politischen Gehversuche in der Jungen Union gemacht. Dabei konnte ich vieles lernen, auch viele Fehler zu vermeiden. Deshalb möchte ich die Zeit bei der Jungen Union nicht missen. Dass ich am Ende hauptamtlicher Politiker geworden bin, hat sicherlich auch seine Wurzeln in meiner Tätigkeit bei der Jungen Union. Und was mich besonders freut ist, dass viele Netzwerke die damals gelegt wurden, heute noch selbstverständlich tragen.Was möchten Sie Ihrer JU mit auf den Weg geben?Ich kann die Junge Union nur ermuntern immer wieder dann lästig zu sein, wenn es notwendig ist die Interessen der jungen Generation zu vertreten. Wir haben uns damals als Stachel im Fleisch der CSU verstanden, was bei den Altvorderen nicht besonders gut ankam. Dennoch konnten wir an vielen Stellen inhaltliche Positionierungen erreichen, die von der Jungen Union geprägt waren. Das sollte auch in Zukunft so sein.Herr Ferber, vielen lieben Dank.(Ludwig Lenzgeiger)

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24/08/2017

70 Jahre JU Schwaben - Im Gespräch mit Prof. Hans-Peter Niedermeier

München. Im Jahr 2017 kann die Junge Union Schwaben ihren 70. Geburtstag begehen. Anlässlich dieses Jubiläums blickt die JU auf ihre bewegte Geschichte zurück. Hierzu führt sie Interviews mit ihren ehemaligen Bezirksvorsitzenden. Diesmal wurde Prof. Hans-Peter Niedermeier, Leiter der Begabtenförderung der Hanns-Seidel-Stiftung, zum Gespräch gebeten. Prof. Niedermeier war von 1987 bis 1990 Bezirksvorsitzender.Lieber Prof. Niedermeier, wann, warum und wie kamen Sie damals zur Jungen Union?Mein Beitritt zur JU war im Jahre 1972. Meines Erachtens war es damals wie heute wichtig, die Politikentwürfe der jungen Generation verstärkt in die CSU einzubringen und damit für einen gut laufenden Motor im Fahrzeug der Mutterpartei zu sorgen.Besonders in der Ostpolitik war es aus meiner Sicht nötig, nicht nur rückwärts zu blicken, sondern die Politik zukunftsorientiert zu gestalten.Was war damals gesellschaftlich und politisch anders als heute?In den 70er-Jahren war die Gesellschaft viel stärker politisiert. Dies ging in der Schule los und endete in den Betrieben. An meiner Schule in Lindau gab es beispielsweise nicht nur die (40-köpfige!) Schüler-Union, sondern auch die Juso-AG und die DKP-nahe Liga gegen Imperialismus.Derzeit ist es schwierig, junge Leute zu einem dauerhaften Engagement zu bewegen, das über die Teilnahme an einer Protestaktion hinausgeht. Ich verstehe, dass dadurch die Arbeit der JU nicht einfacher geworden ist.Was hat die JU Schwaben und die JU Bayern zu Ihrer Zeit als Vorsitzender bewegt?Die JU-Schwaben und die JU-Bayern waren in der Zeit, in der ich stellvertretender JU-Landesvorsitzender und später JU-Bezirksvorsitzender war, stets darum bemüht, die Konflikte, die es innerhalb der Union gab, nicht auch noch zum Spaltpilz in der JU-Deutschland werden zu lassen.Dem Vernehmen nach war dies auch ein wesentlicher Grund, weshalb mich der JU-Landesvorsitzende Alfred Sauter und der JU-Bundesvorsitzende Christoph Böhr gebeten haben, Chefredakteur der „Entscheidung“ zu werden.In diesem Zusammenhang möchte ich aber auf Dr. Theo Waigel hinweisen, der nicht nur mein politisches Vorbild war und ist, sondern in dieser Zeit die wichtigste Person im politischen Kräftemessen zwischen Helmut Kohl und Franz-Josef Strauß war. Ihm ist es gelungen, die beiden aufeinander zufahrenden politischen Lokomotiven so abzubremsen, dass es zu keinem dramatischen Aufprall gekommen ist. Ein solcher Aufprall hätte vielleicht das Ende der Union bedeutet. Diese Leistung von Theo Waigel war beeindruckend und ist immer noch bewundernswert.An Sie als erfahrenen JUlern, eine Frage, die die JU in Zeiten vermeintlicher Politikverdrossenheit besonders bewegt. Wie konnten Sie damals junge Menschen für Politik begeistern?Die jungen Menschen waren damals noch aufnahmebereiter, wenn man mit ihnen über politische Ereignisse oder gesellschaftliche Entwicklungen diskutieren wollte, obwohl auch bereits zum Ende meiner JU-Zeit in der bundesdeutschen Jugend der „Rückzug ins Private“ festzustellen war.Was ist Ihre Meinung, wie muss Politik sein, wenn sie sich für die Jugend einsetzen möchte?Politik muss glaubwürdig sein und den Jugendlichen muss das Gefühl vermittelt werden, dass sie direkt etwas bewegen können, wenn sie sich in der JU und der CSU engagieren.Was waren Ihre prägendsten Erlebnisse bei der JU?Prägend waren für mich am Ende meiner JU-Zeit der Fall der Mauer und das Kennenlernen von vielen jungen Menschen aus der ehemaligen DDR.Was können wir heute von damals lernen?Es war damals wichtig und ist heute gleichermaßen bedeutend, dass die JU-Schwaben stets geschlossen und einig nach außen auftritt; nur geschlossen sind wir stark!Wieso sollten junge Menschen heute zur JU?Junge Leute sollten heute zur JU kommen, weil sie dort die Möglichkeit zum politischen Mitwirken bekommen; vor allem in der Kommunalpolitik, der Politik vor der Haustür.Was bedeutet Ihnen die JU im Blick auf Ihr politisches und persönliches Leben?Die Junge Union bedeutet mir immer noch sehr viel. Ich bezeichne mich als „lebenslangen JUler“ und kann mit denen nicht viel anfangen, die zu den eigenen JU-Zeiten immer die Solidarität der JUler eingefordert haben, später aber, aus der Jungen Union bereits altersbedingt ausgeschieden, die nachkommenden JUler nur noch als Konkurrenten ansehen.Was möchten Sie Ihrer JU mit auf den Weg geben?Die JU soll weiterhin mutig ihren Weg gehen und ihre Rolle als Antreiber und verlässlicher Motor beibehalten. Ihre Vertreter sollen auf allen Politikebenen Zivilcourage zeigen und Rückgrat beweisen; denn Menschen ohne Rückgrat haben wir schon zu viel in unserer Gesellschaft.Getreu nach dem französischen Sprichwort: „Wenn das Böse die Dreistigkeit hat, dann muss das Gute den Mut und die Zivilcourage besitzen.“Herr Prof. Niedermeier, vielen lieben Dank.(Ludwig Lenzgeiger)

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23/08/2017

70 Jahre JU Schwaben - Im Gespräch mit Bundesminister Dr. Gerd Müller

Kempten. Im Jahr 2017 kann die Junge Union Schwaben ihren 70. Geburtstag begehen. Anlässlich dieses Jubiläums blickt die JU auf ihre bewegte Geschichte zurück. Hierzu führt sie Interviews mit ihren ehemaligen Bezirksvorsitzenden. Diesmal wurde Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zum Gespräch gebeten. Dr. Müller war von 1983 bis 1987 Bezirksvorsitzender und von 1987 bis 1991 sogar Landesvorsitzender der Jungen Union Bayern. Nach fünf Jahren im Europaparlament gehört er seit 1994 dem Deutschen Bundestag für den Wahlkreis Oberallgäu an. Lieber Herr Dr. Müller, wann und wie kamen Sie damals zur Jungen Union?Mit 21 habe ich damals als JU Ortsvorsitzender für den Gemeinderat kandidiert. Ein direkter Einstieg in die Kommunalpolitiker. Aber wieso haben Sie sich bei der JU engagiert?Der Fußballverein brauchte ein Vereinsheim und ein Sportgelände. Nachdem wir bei der Gemeinderatswahl 40 % mit unserer Liste erzielt hatten, konnten wir den Bürgermeister stellen und unsere Pläne umsetzen. Also ein Start mit Erfolg. Was war damals gesellschaftlich und politisch anders als heute?Viele unserer Mitglieder kamen aus der katholischen Landjugend und gerade in den ländlichen Regionen war das Angebot nicht so vielfältig wie heute Sie haben sich schließlich auch über ihre Heimat Krumbach hinaus bei der JU Schwaben engagiert. Was hat die JU Schwaben zu Ihrer Zeit als Vorsitzender bewegt?Wir haben in vielen Landkreisen, Städten und Gemeinden mit eigenen JU-Listen erfolgreich bei der Kommunalwahl kandidiert und mit Alfred Sauter einen erfolgreichen Landesvorsitzenden gestellt. Alfred Sauter ist ein gutes Stichwort. Schließlich sind Sie ihm als Landesvorsitzender der JU Bayern nachgefolgt. Was hat die JU Bayern zu Ihrer Zeit als Vorsitzender bewegt?Wir haben uns viel um die Schulpolitik gekümmert und besonders interessant war die Einführung der Privatradios in Bayern. Einige JU-Verbände haben eigene Radios gegründet. Immer wieder war aber auch unser Engagement in der Entwicklungs- und Europapolitik ein Schwerpunkt. An Sie als erfahrenen JUlern, eine Frage, die die JU in Zeiten vermeintlicher Politikverdrossenheit besonders bewegt. Wie konnten Sie damals junge Menschen für Politik begeistern?Neben einem starken kommunalpolitischen Engagement haben wir auf Gemeinschaft und Freundschaft gesetzt. So entstanden damals die JU Schwabentreffen, schwäbische Skimeisterschaften, Bodensee-Tanzschifffahrt und unsere besondere Freundschaft zur Jungen Union Oberpfalz mit jährlichen Treffen.Sie sind ja bereits seit langem als Mandatsträger aktiv. Was ist Ihre Meinung, wie muss Politik sein, wenn sie sich für die Jugend einsetzen möchte?Politik heute, auch von uns, den Älteren, gestaltet, muss generationengerecht sein. Wir tragen besondere Verantwortung, die Politik heute zukunftsfähig in Verantwortung für die Jugend und kommende Generationen zu gestalten. Was waren Ihre prägendsten Erlebnisse bei der JU?Eine Großdemonstration der Jungen Union Schwaben mit 5000 Teilnehmern in Memmingen unter dem Motto „Ja zum Leben“, mein erstes Zusammentreffen mit Helmut Kohl 1982 bei der Schülerunion Landesversammlung in München sowie die spannenden Landesvorstandssitzungen mit Franz-Josef Strauß und Theo Waigel.Was können wir heute von damals lernen?Politik schließt Freundschaft nicht aus.Wieso sollten junge Menschen heute zur JU?Man gewinnt Freunde in ganz Bayern, blickt hinter die Kulissen und kann mitgestalten. Was bedeutet Ihnen die JU im Blick auf Ihr politisches und persönliches Leben?Unvergessliche Erlebnisse, ein großartiges Erfahrungs- und Lernfeld, Freundschaften für das ganze LebenWas möchten Sie Ihrer JU mit auf den Weg geben?Seid mutiger, handelt aktiv lokal und denkt zukunftsweisend global.Herr Dr. Müller, vielen lieben Dank.(Ludwig Lenzgeiger)

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21/08/2017

70 Jahre JU Schwaben - Im Gespräch mit Dr. Alfred Böswald

Donauwörth. Anlässlich ihres 70. Jubiläums in diesem Jahr blickt die Junge Union (JU) Schwaben auf ihre bewegte Geschichte zurück. Hierbei führt sie Zeitzeugengespräche mit ihren ehemaligen Bezirksvorsitzenden. Den Beginn machten die stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Joachim Fackler (Donau-Ries) und Ludwig Lenzgeiger (Augsburg-Land) mit dem Altoberbürgermeister der Stadt Donauwörth, Dr. Alfred Böswald (Bezirksvorsitzender von 1963-1967). Dieser ist zugleich der älteste ehemalige Landesvorsitzende der JU Bayern (1967-1971). Mit ihm haben die JUler darüber gesprochen, was Themen zu seiner Zeit waren und was er „seiner JU“ für die Zukunft mit auf den Weg geben möchte. „Wer seinen Geburtstag feiert, der schaut nicht nur auf das, was noch bevorsteht, sondern er auch blickt auf das zurück, was er erreicht hat“, so Joachim Fackler, stellvertretender Vorsitzender der Jungen Union Schwaben. In diesem Sinne handelt die JU Schwaben, die am 1. September in Lindau ihren 70. Geburtstag mit Ministerpräsidenten a.D. Dr. Edmund Stoiber begeht und sich dabei auch auf eine Zeitreise in die eigene Geschichte begibt. Und wer kann besser über die Vergangenheit berichten als die Personen, die damals die verantwortlichen Gesichter der JU Schwaben waren.Einer davon ist Dr. Alfred Böswald, der Bezirksvorsitzender der Jungen Union Schwaben von 1963 bis 1967 war, ehe er Landesvorsitzender der Jungen Union Bayern wurde und bis 1971 geblieben ist. Später war er als einziger Landesvorsitzender der JU Bayern nach seiner Entscheidung entgegen dem Willen des CSU-Landesvorsitzenden Franz-Josef Strauß auf kommunaler Ebene hauptamtlicher Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Donauwörth bis 2002. Böswald ist damit nicht nur Teil der Geschichte, sondern auch aktiver Gestalter seiner Heimat.Der Donauwörther Joachim Fackler hat den Kontakt zu Dr. Alfred Böswald hergestellt, um sich zusammen mit dem stellvertretenden JU-Bezirksvorsitzenden und Kreisvorsitzenden der JU Augsburg-Land, Ludwig Lenzgeiger, zu diesem besonderen Zeitzeugeninterview zu treffen. „Die historische Aufarbeitung soll der Nachwelt erhalten bleiben und uns unserer bewegten Geschichte bewusst werden, um daraus Ideen und Energien für die Zukunft gewinnen zu können“, konstatierte Fackler. Ludwig Lenzgeiger ergänzt hierzu: „Nur wer weiß, wo man herkommt, weiß auch, wohin man will.“Böswald zitierte anfangs den aus Donauwörth kommenden Zeitgenossen Martin Luthers, den tiefsinnigen Denker Sebastian Franck (1499-1543), der als historische Maxime herausgestellt hatte, „dass das einzig Bleibende der Wandel ist“. Und Franck habe zeitlos Recht: Nicht zuletzt in der Politik und ihren Herausforderungen. Was gestern die Schlagzeilen beherrschte, ist heute oft uninteressant; was gestern noch unvorstellbar war, ist heute Realität.Geschichte, so Böswald weiter, „darf deshalb nicht heißen, dass der Unverstand unsterblich wiederkehrt und triumphiert“. Da sei und bleibe die Junge Union gefragt: „Ihren Grundsätzen verpflichtet, alles zu prüfen und was gut ist, mit Kraft durchzusetzen, das demütige Dienen und Selbstvertrauen am Menschenbild fundierter Weltanschauung zu praktizieren und engagierte Mitverantwortung zu beweisen“, mahnte Böswald für die Zukunft an.Nur ein Beispiel für viele mögliche: „In meiner Zeit als Landesvorsitzender stemmte sich eine Art außerparlamentarischer Opposition gegen demokratische Spielregeln und das ihrer Meinung nach „verfilzte Establishment“. Wir haben uns mit Erfolg für Fortschritt durch Ordnung dagegen gestemmt“, hielt Böswald im Hinblick auf die 68er Generation selbstbewusst fest.„Heute sehen viele Europa am Scheideweg, von Migranten überflutet, bewährte Leitkultur zerbrechen, egozentrischen Abschied von Gemeinschaft, von Wertedenken und religiöser Weltanschauung, in der Suche nach Macht, Geld und Spaß. Kein Zweifel: Wieder einmal ist der Wandel das Bleibende“, resümierte Böswald.Aus Erfahrung wünscht sich Dr. Alfred Böswald, dass es der Jungen Union erneut gelingt, die Vergangenheit nicht zu vergessen, sich der Gegenwart bewusst zu stellen und so recht verstandene Zukunft zu gewinnen: „Treu und beharrlich!“, diese Maxime gibt der Donauwörther „seiner JU“ mit auf den Weg.Daneben schilderte Böswald auch interessante Begegnungen wie beispielweise mit CSU-Übervater und ehemaligem Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß oder den früheren Bundesfinanzminister und CSU-Ehrenvorsitzenden Theo Waigel. Den Ministerpräsidenten Dr. Alfons Goppel feiert er ala väterlichen Freund, dem heutigen Ministerpräsidenten Horst Seehofer unterschrieb er den JU-Mitgliedsausweis.Dass sich Böswald heute noch immer für Politik und „seine Stadt“ interessiert, zeigt die aktuelle Diskussion rund um die Strahlkraft des Donauwörther Tanzhauses mit dem integrierten Stadtsaal. Im Bombenhagel 1945 zerstört und mühsam bis 1975 wiederaufgebaut und mit Leben gefüllt, steht das Tanzhaus mit seiner bewegten Geschichte in einer der schönsten Straßen Süddeutschlands.Alfred Böswald war immer ein politischer Mensch und trotz seines mittlerweile hohen Alters ist er das geblieben. Er könne nun mal nicht aus seiner Haut heraus, so der ehemalige Oberbürgermeister. Vielleicht könne man durchaus sagen, in diesem Sinne sei er trotz des altersbedingten Abschieds vor rund 50 Jahren bis heute ein aktiver JUler geblieben.

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25/11/2015

„Krieg gegen den Terror, Flüchtlingskrise, Cyberwar, Landesverteidigung: Was soll, was kann die Bundeswehr?“

Die erfolgreiche Kooperation aus dem Arbeitskreis Außen- und Sicherheitspolitik der CSU, der Jungen Union Augsburg-Land und der Jungen Union Aichach-Friedberg geht in die nächste Runde. Man traf sich in Königsbrunn, um sich mit dem ehemaligen NATO General a.D. Vollstedt über die aktulle Situation, sowie Zukunfstaussichten der Bundeswehr zu unterhalten.In seinem interessanten Vortrag erklärte der General aktuelle Konflikte, wie zum Bespiel die Flüchtlingskrise, oder auch die Annexion der Krim durch Russland. Danach ging er aufgrund der aktuellen Konflikte auf die Bedürfnisse der Bundeswehr ein, damit diese auf in Zukunft konkurrenzfähig ist, und verglich diese mit der aktuellen Situation. Dadurch stellte er einige Probleme dar, die der Bundeswehr inter geschuldet sind, aber auch in der Absprache mit der Politik bzw. die lange Vorlaufzeit und die daraus resultierende abwartende Haltung.Als zwei der wichtigsten Schritte für eine moderne Armee sieht General Vollstedt die Spezialkräfte, sowie den sog. Cyberwar. Bei beiden Punkten müsse man versuchen mit der aktuellen Größe nicht nur konkurrenzfähig zu sein, sondern auch in seiner Gesamtzahl zu erhöhen, ohne dass die Qualität sinkt.Nach seinem Vortrag stellte sich der General den Fragen seiner Zuhörer und stand allen Rede und Antwort.An dieser Stelle herzlichen Dank für diese weitreichenden und ehrlichen Worte und danke für diesen Vortrag!

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14/11/2015

Junge Alpenregion in Bad Reichenhall

Eine Delegation aus Schwaben, bestehend aus Tobias Paitner, Joachim Fackler, Stefan Baisch, Martin Kaun und Alexander Bayr, reiste für ein Wochenende zum 1. Gipfeltreffen der Jungen Alpenregion nach Bad Reichenhall.Die Junge Alpenregion ist ein Zusammenschluss der Jugendparteien der Konservativen aus den Ländern Schweiz, Slowenien, Südtirol, Liechtenstein, Schwaben, Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz, Vorarlberg, Kärnten, Salzburger Land, Oberösterreich und der Steiermark. Es durften auch Vertreter der ungarischen «Fidesz» begrüßen, welcher auch Victor Orban angehört.Neben verschiedenen Expertenvorträgen wurde vor allem viel diskutiert. Angesichts dessen, dass das aktuelle Dublin-Abkommen endgültig gescheitert ist, müssen neue Lösungsansätze her. Hierbei war man sich bei der JA einig, dass eine gemeinsame Sicherung der Außengrenzen nötig ist, während nationale Grenzkontrollen von der Mehrheit kritisch beäugt werden. «Asylsuchende Menschen in Not müssen auch in Zukunft Schutz in Europa finden können», fasst JA-Präsident Stefan Franceschini die Diskussion zusammen. «Wir müssen allerdings gefährliche Schlepperwiesen bekämpfen. Deshalb sollen an den EU-Außengrenzen sowie in den Flüchtlingslagern Stellen geschaffen werden, an welchen Flüchtlinge einen Antrag auf Asyl stellen können.» Bei positivem Bescheid könnten die Menschen dann geordnet und in Sicherheit nach Europa gebracht werden. Eine Voraussetzung für eine faire und zukunftsweisende Asylpolitik sei die konsequente Unterscheidung von Asylsuchenden und Wirtschaftsmigranten. Ersteren sei auf jeden Fall Asyl zu gewähren. «Dabei muss es aber einheitliche Definitionen geben, was ein «sicheres Herkunftsland» ist und zweitens sollten die Beiträge an Flüchtlinge – gemessen an der Kaufkraft – in ganz Europa gleich hoch werden», ist Franceschini überzeugt.Zweifelsohne Höhepunkt des Wochenendes war der Auftritt von Manfred Weber, dem Fraktionsvorsitzenden der Europäischen Volkspartei (EVP) im Europäischen Parlament. Kontrovers wurde über die Rolle der Nationalstaaten und der EU diskutiert und debattiert. Dabei zeigte sich auch, dass nicht alle in der JA vom Zentralisierungsschub innerhalb der EU begeistert sind.

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24/10/2015

JU Landesversammlung in Veitshöchheim

Die Jungen Union Schwaben war auch in diesem Jahr mit einer Delegation auf der diesjährigen Landesversammlung der Jungen Union Bayern. Unter dem Motto „Main.Land.Bayern.“ diskutierten rund 450 junge Menschen über die Zukunft Bayerns. So wurden mit dem Leitantrag „Gründer.Land.Bayern“ wichtige wirtschaftspolitische Forderungen beschlossen, mit denen die Rahmenbedingungen für Unternehmensneugründungen optimiert und zusätzliche Verbesserungen des Wirtschaftsstandortes Bayern erzielt werden sollen. „Bei den aktuell dominierenden Diskussionen über Flüchtlingsströme, dürfen wir als größte jugendpolitische Organisation Bayerns nicht die Zukunftsfähigkeit unseres Landes außer Acht lassen. Mit dem beschlossenen Leitantrag, haben wir wichtige Erleichterungen für Firmenneugründungen gesetzt und somit die Zukunftsfähigkeit der bayerischen Wirtschaft einen Schritt vorwärts gebracht“, so der Vorsitzende der JU Schwaben, Tobias Paintner.Die besondere Rolle der JU innerhalb der CSU belegte auch das prominentePersonal, das zu den Delegierten und Gästen sprach. Der bayerische Ministerpräsident und Parteivorsitzende der CSU Horst Seehofer, MdL, stimmte ebenso wie die Staatsminister Prof. Dr. Winfried Bausback, MdL, Ilse Aigner, MdL und Markus Söder, MdL sowie CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer, MdB die Anwesenden auf die künftigen Herausforderungen für Bayern, Deutschland und Europa ein. Das dominierende Thema war bei allen die Bewältigung der enormen Anzahl an Flüchtlingen, die derzeit in und auf dem Weg nach Deutschland sind. In einer starken Rede hob der Bayerische Ministerpräsident und Parteivorsitzende der CSU Horst Seehofer, MdL, hervor, dass Bayern ein weltoffenes Land ist. „Kein anderes Land hat so viele Menschen aufgenommen“, so Seehofer. Darüber hinaus schwor er die Junge Union Bayern darauf ein, dass insbesondere in der Flüchtlingskrise die Handschrift der Union in Berlin wieder deutlich erkennbarer sein müsse. Für seine Worte „Wir sind keine Filiale der SPD oder eine Alternative der Grünen“, erhielt Seehofer viel Beifall.

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