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Aktuell

24/05/2016

„Wohnraum für die Jugend heißt Zukunft für die Gemeinde“ - Kreisversammlung der JU

Meitingen. Auf ihrer jährlichen Kreisdelegiertenversammlung erstattete die Vorstandschaft der Jungen Union Augsburg-Land den Mitglieder über das vergangene Jahr Bericht und nahm sich außerdem der Wohnraumproblematik auf dem Lande an.

Zahlreich kamen die Delegierten der 17 Ortsverbände der Jungen Union im Augsburger Land nach Meitingen, um die jährlichen Berichte des Kreisvorsitzenden, Ludwig Lenzgeiger, und der Schatzmeisterin, Lisa Lamprecht, zu hören. Lenzgeiger hatte außerdem den Meitinger Bürgermeister Dr. Michael Higl zur Information und Diskussion zum Thema „Die Wohnsituation der Jugend – Zwischen Preisexplosion und Wohnraummangel“ eingeladen.

Der Kreisvorsitzende konnte über zahlreiche Veranstaltungen berichten, die ein breites Spektrum an Interessen sowohl politisch als auch gesellschaftlich abdeckten. Wehr- und außenpolitisch standen beispielsweise ein Kasernenbesuch in Dillingen und eine Diskussionsrunde mit dem Europaabgeordneten Markus Ferber zur Flüchtlingskrise auf dem Plan. Besonders gut kam bei den Mitgliedern zudem das Fußballturnier der Landkreis JU in Adelsried an, bei dem über 60 Spielerinnen und Spieler um den Pokal kämpften.

An die Berichte schloss sich der Vortrag von Dr. Michael Higl an. Am Beispiel des Marktes Meitingen zeigte Higl auf, wie eine Kommune auf die Wohnraumproblematik, die steigenden Preise und den massiven Wohnungsbedarf reagieren könne. Dort hat die gemeindliche Wohnungsbaugesellschaft sowie die Verwaltung unter Führung Higls das Problem bereits seit Langem im Blick: „Wir haben hier in Meitingen aufgrund unserer guten Lage eine enorme und weiterhin steigende Nachfrage an Wohnungen und Bauplätzen. Als Bürgermeister ist es aber natürlich wichtig, auch bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, damit Menschen mit niedrigerem Einkommen und besonders die Familien und junge Erwachsene nicht abgehängt werden.“ Anhand von aktuellen Bauvorhaben und bereits erfolgreich fertiggestellten Bauten erörterte der Bürgermeister Chancen und Probleme des kommunalen Wohnungsbaus. Er verdeutlichte besonders, dass häufig entgegengesetzte, berechtigte Interessen abzuwägen seien und dass nur in den glücklichsten Fällen einfache Lösungen ganz ohne Widerstand gefunden werden könnten. Er sei aber stets bemüht, alle Beteiligten anzuhören und im Gespräch Probleme rechtzeitig auszuräumen.

Die anschließende Debatte verdeutlichte nachhaltig die Relevanz und die Brisanz des Themas, da in dieser besonders kontrovers über die Aufgaben und Herausforderungen für den Wohnungsbau angesichts der Asylproblematik diskutiert wurde.

Abschließend sprach sich der Kreisvorsitzende Ludwig Lenzgeiger in Übereinstimmung mit Dr. Higl dafür aus, bei allen Aspekten dieser Thematik, besonders die Jugend nicht aus dem Auge zu verlieren: „Keine Kommune kann es riskieren, dass der Nachwuchs, der eigentlich im Heimatort bleiben möchte, diesen verlassen muss, nur weil es dort keine erschwinglichen Wohnungen gibt. Wohnraum für die Jugend heißt Zukunft für die Gemeinde.“